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Bundestagswahl 2017: Die FDP sorgt für Vielfalt in Sachen Energiepolitik

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Der Spiegel wirft der FDP Populismus vor, wenn Christian Lindner den „unkontrollierten Zubau“ und Sinn bezweifelt, „einen Energieträger (Windkraft) mit hohem Tempo und Subventionen auszubauen, wenn der produzierte Strom nicht genutzt werden kann.“ Das hört sich für mich ein bisschen nach der Populismus-Keule an. Alles was von der Meinung der großen Masse abweicht, ist populistisch. Die Autoren sprechen von Windkraftgegnern als dem idealen Milieu für die AfD, die sich vor der „vermeintlichen Gefahr durch Infraschall fürchten, den die Anlagen angeblich produzieren“.1

Auch das ist ein bekanntes Schema, die Menschen, die sich sorgen werden zu paranoiden Angstbürgern gemacht. Dänemark, der Vorreiter in Sachen Windkraft, hat 2013 eine breit angelegte Forschung eben zu diesem Thema in Auftrag gegeben. Seit dem ist die Anzahl der geplanten und neu errichteten Windkraftanlagen deutlich zurückgegangen. Die WELT spricht sogar von einem faktischen Baustop in Dänemark seit 2013.2 Entweder sind die Dänen allesamt bescheuert, oder die FDP hat da ein Thema aufgegriffen, das die anderen Parteien nicht ernst nehmen wollen.

Ich finde, es spricht also einiges dafür, die Energiewende unter die Lupe zu nehmen. Deutschland wird die selbst gesetzten Klimaziele aller Voraussicht nach nicht erfüllen.3

Der deutsche pro-Kopf-CO2 Ausstoß liegt im europäischen Vergleich deutlich über dem Durchschnitt. So sind die CO2 -Emissionen pro Kopf von Österreich und Großbritannien über 20 % geringer als die von Deutschland. Frankreich produziert sogar fast 50 % weniger CO2 als Deutschland. Die Wirtschaftskraft spielt dabei sicherlich auch eine Rolle. Viel entscheidender ist aber, dass die anderen genannten Länder nur das Ziel verfolgen, ihre CO2 -Emissionen zu verringern, also möglichst wenige fossile Energieträger zu verbrennen. Sie ersetzen dazu unter anderem die klimaschädlichen Energieträger wie Kohle, Öl und Gas durch Atomkraft.4

Deutschland verfolgt dagegen neben dem Ziel, das Klima zu schützen, zusätzlich das Ziel, aus der Atomenergie auszusteigen. Das finde ich grundsätzlich ein gutes Ziel. Die Frage ist nur, welchen Preis wir dafür bezahlen – und ich meine nicht die steigenden Strompreise. Im Moment scheint es so, als könnten wir entweder das Klima schützen oder aus der Atomkraft aussteigen. Mit den erneuerbaren Energien ist es derzeit nicht möglich sowohl Kohle, Öl und Gas als auch die Atomenergie zu ersetzen. Das liegt sogar nicht mal so sehr daran, dass Sonne und Wind so wenig Energie liefern, sondern vor allem an der fehlenden Speichertechnologie. Es gibt zwar verschiedene Technologien zur Energiespeicherung, aber keine ist bis jetzt finanzierbar und praktikabel. Und es ist in näherer Zukunft wohl auch keine in Sicht.

Also warten wir noch ein paar Jahre auf den technischen Fortschritt und schützen hoffnungsvoll dann das Klima? Die Zeit bis dahin nutzen wir sinnvoll und bauen weiter wie wild Windräder an immer noch unwirtschaftlicheren Standorten?

Oder wir akzeptieren, dass wir die Sache nochmal neu überdenken müssen und auch Deutschland, dass sich als Vorreiter in Sachen Umweltpolitik sieht, nicht mit dem Kopf durch die Wand kann…das wäre genau das, was die FDP vorschlägt.

 

1 DER SPIEGEL 36/2017, S.29

2 https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article137970641/Macht-der-Infraschall-von-Windkraftanlagen-krank.html

3 http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/umweltpolitik-warum-deutschland-seine-klimaziele-verfehlt-a-1155366.html

4 Weltbank

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By Dag
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