KINDERKOMMAZUKUNFT Was tun für die Zukunft unserer Kinder ?!

„Der Koalitionsvertrag ist für die jungen eine Zumutung“

Der Generationenvertrag sieht vor, dass die Älteren eine Rente bekommen, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Dieser wird durch die Jungen finanziert. Durch den demographischen Wandel, ist dieses System aber aus dem Gleichgewicht gekommen. Die Generation der jetzt unter 30-Jährigen wird eine vergleichbare staatliche Altersabsicherung nicht mehr erwarten können.

Wissenschaftler des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung und des Instituts zur Zukunft und Arbeit haben berechnet, dass ein Rentnerhaushalt nach Umsetzung des Koalitionsvertrages im Schnitt pro Jahr mindestens 600€ mehr zur Verfügung haben wird. Dieser finanzielle Vorteil fällt für alle anderen Altersgruppen deutlich geringer aus. Am wenigsten bekommen die unter 30-Jährigen. Gründe dafür sind vor allem, das von der SPD geforderte Festhalten an einem Rentenniveau von 48 % und die von der CSU gewünschte Mütterrente. Sie allein würde 3,5 Mrd. Euro im Jahr kosten.

Interessanterweise erfährt das Thema Altersarmut in den Medien und politischen Debatten regelmäßig große Aufmerksamkeit. Allerdings sind die Vermögen der Älteren in den letzten Jahren gewachsen. Die der Jungen geschrumpft. So gelten 20 % der 21- bis 30-Jäjrigen als arm. Bei den 60- bis 71-Jährigen sind es 12 %. Nur etwa 3 % der Rentner beziehen Grundsicherung. Altersarmut ist bedrückend, aber ein Massenphänomen ist es nicht. Junge Arbeitnehmer sind heute häufiger im Niedriglohnsektor oder als Leiharbeiter angestellt als ältere.

In den letzten Regierungsjahren ist es CDU und SPD nicht gelungen diese soziale Ungleichheit zwischen Jung und Alt wirkungsvoll zu bekämpfen und auch im neuen Koalitionsvertrag finden sich wenige eher halbherzige Ansätze. Kein Wunder, die größte Wählergruppe stellen inzwischen die über 60-Jährigen dar.1 Also die, die von den oben genannten Wahlgeschenken am meisten profitieren. Insbesondere CDU und SPD holten ihre meisten Stimmen bei den über 60-Jährigen. Keine andere Partei hat so ein hohes Durchschnittsalter bei den Wählern wie die beiden großen deutschen Volksparteien.2

Ein Lichtblick: Frau Merkel versprach ihr zukünftiges Kabinett zu verjüngen und dort auch Platz für Menschen unter sechzig zu schaffen. Na also, da tut sich doch was!

Quellen:

Dieser Beitrag ist angelehnt an einen Kommentar von Ann-Kathrin Nezik im Spiegel (DER SPIEGEL 8/2018; S. 71).

1https://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Wahlbeteiligung_Alter.html (22.02.2018)

2http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundestagswahl-2017-wer-waehlt-cdu-csu-spd-fdp-gruene-linke-afd-a-1158543.html (22.02.2018)

 

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By Dag
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