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Deutschland – Bordell Europas

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Während in anderen Ländern wie Schweden, Norwegen, Island, Frankreich und Irland Sexkaufverbote eingeführt werden, floriert der Sexmarkt in Deutschland. Heutzutage fliegen Sextouristen nicht mehr nach Thailand sondern nach Deutschland – das fortschrittliche Deutschland lockt mit Mega-Bordellen und Flatrate-Angeboten und gilt als Bordell Europas. Für 60€ und weniger bekommt man(n) ein Bier, eine Wurst und unbegrenzt Frauen.

Wirtschaftlicher Erfolg auf ganzer Linie: 14,6 Milliarden jährlicher Umsatz mit 3500 registrierten Bordellen (siehe Quellenverzeichnis).

Glückwunsch, Deutschland.

Ich wage zu behaupten, auf diese „Erfolgsgeschichte“ ist keiner von uns so richtig stolz.

So richtig in Fahrt kam das Sexgewerbe mit dem Prostitutionsgesetz 2002. Die Legalisierung der Prostitution wurde gefördert indem Prostitution zur versicherungspflichtigen Dienstleistung erklärt wurde. Fast keine Frau hat ihre Dienstleistung daraufhin angemeldet stattdessen bewirkte das Gesetz einen Boom des Sex-Geschäfts – und einen Wandel. Während 2001 nur ca. 10% der Prostituierten Ausländerinnen waren, sind es mittlerweile mind. 90%. Die EU-Erweiterung 2004 und 2007 nach Osteuropa und die damit wegfallende Visumspflicht hat das wohl maßgeblich unterstützt. Das Gesetz hat eine Zunahme des Menschenhandels bewirkt. Das Verbot von Zuhälterei wurde nämlich im gleichen Zuge im Strafgesetzbuch dahingehend gelockert, „dass das Schaffen eines angemessenen Arbeitsumfeldes nicht mehr strafbar ist, solange keine Ausbeutung von Prostituierten stattfindet.“ Die Eintrittskarte also für Menschenhändler, Zuhälter und Arschlöcher der cleveren Sorte (Ich habe vergeblich nach einem respektiertlicherem Begriff gesucht, da gabs nichts Treffenderes in meinem Kopf).

Heute gibt es ungefähr 400.000 Prostituierte in Deutschland, wobei es keine genauen Zahlen gibt, weil es an Studien mangelt. Man spricht von schätzungsweise 1,2 Millionen Kunden pro Tag in Deutschland, jeder 8. Deutsche ist dauerhaft aktiver Sexkäufer.

Erste Frage: Wer sind die 400.000 Prostituierten?

Wie schon erwähnt: 90% sind ausländische Prostituierte. Es gibt wenig bis gar keine Studien über diese Gruppe. Mehr Informationen gibt es über die Gruppe der verbleibenden 10% deutscher Frauen, die für die sogenannte freiwillige Prostitution stehen. Speziell für diese Zielgruppe wurde das Prostitutionsgesetz gemacht.

Ingeborg Kraus, Psychotherapeutin und Initiatorin des Appells der deutschen Trauma-Experten gegen Prostitution, behandelt viele dieser Frauen, die sich als freiwillige Prostituierte bezeichnen. Sie diagnostiziert sie ausnahmslos als schwer traumatisiert.

Einstieg Gewalterfahrung in der Kindheit

Eine Vielzahl von Studien belegen heute, dass der Einstieg von deutschen Frauen in die Prostitution häufig über Gewalterfahrung in der Kindheit verläuft. Das Bundesministerium für Familie hat 2004 eine Studie mit folgenden Ergebnissen veröffentlicht: 56% der befragten Prostituierten waren als Kinder Zeuge von häuslicher Gewalt, 73% erlebten körperliche Gewalt und 43% sexuellen Missbrauch.

Ellen Templin ist eine Aussteigerin aus der Prostitution und sagt in einem Interview:

„Es gibt keine freiwillige Prostitution. Eine Frau, die sich prostituiert, hat Gründe dafür. In erster Linie seelische. Hier im Studio sind alle in ihrer Kindheit missbraucht worden. Alle.“

Rosen Hircher spricht über ihren Einstieg in die Prostitution:

„Es schien mir eine völlig natürliche Sache zu sein, was ich da tat. […] Ich werde nie den ersten Satz einer Prostituierten vergessen, die mir gleich am ersten Tag sagte: „Dann hast du das schon dein ganzes Leben gemacht.“ Tatsächlich bin ich als Kind von meinem Onkel vergewaltigt worden. Mein Vater war Alkoholiker und extrem gewalttätig. Ich war also von meiner Kindheit an Gewalt durch Männer gewöhnt.“

Es seien Traumafolgestörungen, die aus so einer Kindheit entstehen und die das System Prostitution für seine Zwecke ausnutzt, sagt Ingeborg Kraus.

68% der Frauen in der Prostitution entwickeln PTBS – eine posttraumatische Belastungsstörung (Studie Farley, 2008). Zum Vergleich: Kriegsopfer entwickeln in 20% der Fälle PTBS, Vergewaltigungsopfer in 50% der Fälle. Die Gefahr für PTBS, also das „Traumapotential“ in der Prostitution ist demnach höher als bei Krieg, Vergewaltigung und überhaupt allen bekannten, regelmäßigen Ursachen von PTBS!

Rosen Hircher:

„Hören Sie mir gut zu. Ich hatte über 30.000 Kunden in meiner Karriere als Prostituierte, im Schnitt 4 täglich. Über 30.000 Mal hatte ich Geschlechtsverkehr, den ich nicht wollte, den ich mit meinem ganzen Körper ablehnte. 30.000 Mal hatte ich das Gefühl, verleugnet zu werden, zu einem Nichts reduziert zu werden […]“

„Dass man Sexualität vom Körper getrennt betrachten kann, ist eine Lüge. Die Statistiken zeigen etwas ganz anderes“, sagt Ingeborg Kraus. „Wenn Sie mich jetzt fragen, wie der Gesundheitszustand der Armutsprostituierten, also der 90 bis 95%, die ich nicht sehe in meiner Praxis, dann brauche ich eigentlich keine neue Studie. Ich kann Ihnen versichern, dass diese Frauen alle schwer traumatisiert sind.“

Erschwerend kommt hinzu, dass die Armutsprostituierten kaum deutsch sprechen, oft sogar Analphabeten sind und damit in absoluter Abhängigkeit zu ihren „Betreuern“, den Hintermännern stehen. Von Menschenhändlern werden sie aus ihren Heimatländern unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt.

Zwangsprostitution ist zwar in Deutschland verboten, aber wo fängt „Zwangsprostitution” an und hört „Sexarbeit“ auf? Ist es „Sexarbeit“ wenn eine deutsche Hartz-IV-Bezieherin, deren Lebenslauf bereits durch Gewalterfahrungen geprägt ist, sich „freiwillig“ dafür entscheidet, Sex zu verkaufen? Ist es „Zwangsprostitution“, wenn eine junge und arme Osteuropäerin sich aus Verzweiflung, aber wissentlich, überreden lässt, als Prostituierte in Deutschland das Familieneinkommen aufzubessern?

Tatsache ist: Die übergroße Mehrheit prostituiert sich nicht „freiwillig“, weil sie so viel Spaß an Sex mit fremden Männern haben, sondern aus Mangel an Alternativen, aus Not und aufgrund früherer traumatischer Erfahrungen.

Zweite Frage: Wer sind die 1,2 Millionen Freier pro Tag?

Sexkäufer sind Männer aus der Mitte unserer Gesellschaft. Sie stammen aus allen gesellschaftlichen Klassen und Altersgruppen, sind häufig auch verheiratet, Väter oder haben wechselnde (Sex-) Partnerinnen und entsprechen somit nicht dem Klischee des sozial isolierten Verlierers, auch wenn es diese Gruppe natürlich gibt.

Den typischen Sexkäufer gibt es nicht.

In einer deutschen Studie von Gerheim (2012) über die Motivation von Sexkäufern lautet das Fazit: „Sie [die Sexkäufer] fragen Prostitutionssex nach, weil sie vom Prostitutionsumfeld fasziniert sind, weil es die männliche Gruppendynamik hervorbringt (Vereine, Kollegenkreise, Jugendcliquen), weil sie private sexuelle Probleme haben, weil sie kontaktgestört und einsam sind, weil sie neurotische Konflikte dort ausleben, weil sie von patriarchaler Frauenverachtung durchdrungen sind oder weil sie etwas Neues ausprobieren wollen, etc.“

Leider spielt Gewalt und Entmenschlichung fast immer eine Rolle in der Prostitution. Eine Studie von Farley von 2008 ergab: 82% der befragten Prostituierten wurden körperlich angegriffen, 83% mit einer Waffe bedroht, 68% wurden in der Prostitution vergewaltigt.

Unglaublich.

Wer verstehen will, inwiefern Gewalt und Entmenschlichung an Prostitution gekoppelt ist, der kann sich die ekelerregenden und menschenverachtenden Schilderungen auf den zahlreichen Freierforen durchlesen. Hier tauschen sich Sexkäufer über die benutzten Prostituierten aus.

Puh, ich sage euch, allein davon läuft man Gefahr ein Trauma zu bekommen. Da dreht’s einem den Magen um.

Meiner Meinung nach ist Prostitution ein ganz dunkles Kapitel unserer Gegenwart. Diese Frauen sind Opfer des deutschen Systems und vor allem Opfer der deutschen Gesellschaft, die sich einredet 3-10 Mal pro Tag in alle Körperöffnungen penetriert zu werden, der Willkür und Gewalt eines zahlenden Kundens ausgeliefert zu sein, könne ein Broterwerb wie jeder andere sein.

Wir reden uns das schön und denken, das hat es schon immer gegeben, der männliche Sexualtrieb muss ja irgendwie befriedigt werden, das Argument vom ältesten Gewerbe der Welt und wenn es doch Frauen gibt, die ihr Geld so gerne verdienen. Gerne???

Ehrlich, ich möchte nicht dass mein Sohn aufwächst in einer Welt, in der Junggesellenabschiede und Geburtstagsfeiern mit Selbstverständlichkeit auf der Herbertstraße oder im Puff stattfinden. Weil man das halt so macht. Weil’s cool ist. Um mitreden zu können.

Ich möchte nicht, dass Frauen ausgebeutet werden von unseren Männern.

Was ich möchte ist das nordische Modell. Und zwar pronto.

Das nordische Modell.

Die Prostitutionsgegner in Deutschland streben das nordische Modell an. Ein Sexkaufverbot wie es in Schweden und Norwegen seit 2008 existiert. Daran geknüpft sind Ausstiegshilfen für Prostituierte. Das Ziel ist es, die Prostitution einzudämmen und eine Verhaltens- und Einstellungsänderung in der männlichen Bevölkerung zu bewirken. Die Ergebnisse der Evaluationsberichte sind sehr positiv und zeigen, dass z.B. die Straßenprostitution in Schweden sich mehr als halbiert hat. Die Nachfrage hat sich verringert, da die meisten Menschen mittlerweile eine negative Haltung zur Prostitution einnehmen. Potentielle Sexkäufer sind abgeschreckt durch das gesetzliche Verbot. Eine große Sorge von GegnerInnen des Sexkaufverbots in Deutschland ist, dass sich die Prostitution in den „Untergrund“ verschieben könnte. Dies, als auch ein befürchteter Anstieg der Gewalt in der Prostitution hat in Schweden und Norwegen laut der Ergebnisse nicht stattgefunden.

Mein abschließender Appell: Deutschland muss dringend Haltung zeigen.

 

Quellen:

Alle Zahlen, Daten, Fakten inkl. Statements von Ingeborg Kraus und Aussteigerinnen: Katharina Sass, Buch „Mythos Sexarbeit“, 2017

http://www.sueddeutsche.de/leben/prostitution-alle-freier-sind-taeter-1.2989558

https://huschkemau.de/

http://sisters-ev.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Prostitutionsgesetz

 

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By Jante
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