KINDERKOMMAZUKUNFT Was tun für die Zukunft unserer Kinder ?!

Die Bundestagswahl 2017: Wer denkt bei der Rentenpolitik nicht nur an die Rentner?

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Wenn meine Tochter ihr erstes eigenes Geld verdienen wird, und somit also Rentenbeiträge bezahlt, werden fast 40% der Bevölkerung über 60 sein. Nach dem derzeitigen System wird sie die Rente dieser 40% finanzieren müssen. Meine Eltern mussten gerade mal die Rente von 20% der Bevölkerung finanzieren – also halb so viele. Das liegt daran, dass es in Zukunft in Deutschland viel mehr alte Menschen geben wird als in der Vergangenheit. Die Deutschen bekommen zu wenige Kinder und sie werden immer älter.

Um zu verhindern, dass das Rentensystem in Zukunft finanziell kollabiert, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Meine Tochter wird einmal deutlich höhere Rentenbeiträge bezahlen müssen (heute liegen sie bei 19,6% des Einkommens) oder die zukünftigen Rentner, also ich, bekommen im Ruhestand deutlich weniger Geld. Das bedeutet, dass das Rentenniveau, das derzeit bei 48% liegt, sinkt. Eine weitere Stellschraube ist das Renteneintrittsalter. Je länger die Menschen arbeiten, desto länger Zahlen sie Beiträge. Gleichzeitig verkürzt sich die Zeit, in der sie Rente beziehen. Eine vierte Variante ist, dass die Renten anderweitig finanziert werden müssen, zum Beispiel aus steuerlichen Mitteln. Allerdings müssen ja auch die Steuern von irgendjemandem bezahlt werden.

Schon jetzt sind 1/3 der Wähler über 60. Wegen des demographischen Wandels nimmt dieser Anteil zu. Deshalb ist es für Parteien natürlich verlockend, diese Wählergruppe für sich zu gewinnen. Das funktioniert am besten, indem man ihnen finanzielle Zugeständnisse macht. Damit ist das Problem eben auf die nächste Generation abgewälzt, also auf die Generation unserer Kinder. Mich hat also die Frage beschäftigt, welche Partei ein Rentenkonzept entwickelt hat, das nachhaltig im Sinne meiner Kinder ist.

Ich habe also die Wahlprogramme der Parteien verglichen und versucht, die für diese Fragestellung wichtigen Aspekte herauszufinden und möglichst knapp zu formulieren. Weil aber selbst diese Kurzfassung noch ziemlich viel Lesezeit in Anspruch nimmt, habe ich die wichtigen Unterschiede und meine Bewertung vorweggeschickt. Wenn ihr danach noch Luft habt, findet Ihr im Anschluss dann die ausführlicheren Informationen der einzelnen Parteien und auch die entsprechenden Quellen.

 

Das Konzept der FDP verteilt aus meiner Sicht die wenigsten Wahlgeschenke. Was ich grundsätzlich sehr mutig finde. Es enthält außerdem das größte Maß an individueller Verantwortung und Freiheit. Jeder Bürger erhält Zugang zu einem individuellen Vorsorgekonto. Hier kann ich jederzeit einsehen, wie lange ich noch arbeiten muss und wie viel ich noch beiseitelegen muss, damit ich die gewünschte Rente erhalte. Ab 60 kann jeder in Rente gehen, sofern die Höhe der Rente über der Grundsicherung liegt. Umso länger man arbeitet, desto mehr Geld bekommt man. Die FDP will als einzige Partei die Hinzuverdienstgrenze komplett abschaffen. Das bedeutet, ich erhalte meine vollen Rentenbezüge, auch wenn ich während meiner Rente noch einer Arbeit nachgehe. Es hört sich also erst mal nach einem sehr flexiblen System, das für den Staat sicherlich gut zu finanzieren ist. Damit ist es ein Konzept, das nachkommende Generationen nicht benachteiligt.

Auch für mich persönlich hört sich das ziemlich gut an. Ich müsste vielleicht eigentlich bis 69 arbeiten, um meine vollen Rentenbezüge zu erhalten. Weil ich aber ein einigermaßen gutes Einkommen hatte, fällt meine Pension so hoch aus, dass ich auch schon mit 60 in Rente gehen kann und deutlich über der Grundsicherung liege. Also gehe ich mit 60 in Rente, arbeite aber zusätzlich als Teilzeitkraft in einem Steuerbüro. Das kann ich gut. Ich bin ja schließlich Mathematiker. Es strengt mich aber nicht so sehr an, wie 30 halbstarke, pubertierende Achtklässler zu unterrichten. Mit 70 gehe ich dann endgültig in den Ruhestand und lebe dann von meiner Pension und meiner privaten Altersvorsorge. Für mich als Lehrer, mit gutem Einkommen und relativ hoch ausfallenden Rentenbezügen ist das FDP-Modell also super. Anders sähe es aus, wäre ich eine ungelernte Hilfskraft, die auf dem Bau arbeitet. Weil mein Einkommen nicht besonders hoch war, fällt meine Rente auch nicht besonders hoch aus. Wenn ich bis 69 arbeite, ist meine Rente knapp über der Grundsicherung. Weil meine Knochen diesen Job aber bis 69 nicht mitmachen, muss ich also früher aufhören. Ich bekomme dann Grundsicherung. Also genau so viel wie jemand, der sein Leben lang gar nicht gearbeitet hat.

Wer bietet also das FDP-Modell mit etwas mehr sozialer Absicherung für den Menschen, der zwar sein Leben lang gearbeitet hat, aber trotzdem wenig verdient hat? Das könnte die CDU sein. Auch sie will die sogenannte Flexirente einführen. Das entspricht weitgehend dem Modell der FDP mit flexiblem Renteneintrittsalter und erweiterten Hinzuverdienstmöglichkeiten. Sie hat aber die individuelle Freiheit zugunsten einer etwas besseren sozialen Absicherung etwas eingeschränkt und kommt also somit dem ungelernten Bauarbeiter etwas entgegen.

Die meisten Wahlgeschenke machen aus meiner Sicht die SPD und die Linke. Sie versprechen eine Stabilisierung sowohl des Beitragsniveaus als auch des Rentenniveaus. Auch das Renteneintrittsalter soll nicht erhöht werden. Ein echtes Finanzierungskonzept schlägt aus meiner Sicht allerdings nur die Linke vor. Sie strebt zur Finanzierung eine sogenannte Bürgerversicherung an. In diese Bürgerversicherung sollen alle Menschen, die in Deutschland leben, mit allen Einkommensarten solidarisch einzahlen. Demnach würden zum Beispiel auch Einkommen aus Kapitalerträgen in die Rentenkasse mit einbezahlt. Das bedeutet ein höheres Maß an Umverteilung von höheren zu niedrigeren Einkommensschichten. Weiter plant die Linke, die Rentenfinanzierung mit Hilfe von Steuergeldern zu unterstützen. Zusätzlich sollen die Beiträge von Besserverdienenden deutlich steigen. Das bedeutet also eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung finanziert durch eine starke Umverteilung der Einkommen von oben nach unten.

Der Weg der Grünen findet sich etwa in der Mitte zwischen CDU und SPD. Sie versprechen, das Rentenniveau zu stabilisieren. Finanzieren wollen auch sie dies durch eine Bürgerversicherung.

Das Rentenkonzept der AfD ist leider nicht sehr konkret. Sie planen die zukünftigen Renten mit einem steuerfinanzierten Demografiezuschuss zu unterstützen. Auch die Rentenansprüche von Geringverdienern sollen steuerlich finanziert aufgestockt werden. Viel mehr kann ich ihrem Wahlprogramm leider nicht entnehmen.

 

Mein Favorit wäre also das Rentenkonzept der CDU. Es scheint mir ähnlich dem Konzept der FDP solide und durchdacht. Damit also langfristig finanzierbar, aber trotzdem beinhaltet es gewisse soziale Aspekte.

Ganz schwach finde ich das Programm der SPD. Ein Geschenk nach dem anderen, aber außer ein paar blumigen Worten kein Finanzierungsvorschlag. Die Linke hat ähnliche Ideen. Sie hat aber immerhin den Mut zu sagen, dass dies nur durch eine starke Umverteilung geht. Diesen Mut hat die SPD nicht, weil sie vermutlich den gut verdienenden Teil ihrer Wähler nicht abschrecken will.

 

Was ich unabhängig vom Rentenkonzept interessant im Programm der FDP fand, war, dass sie ganz allgemein eine „Generationenbilanzierung von Gesetzen“ fordert. Dazu soll eine Nachhaltigkeitsprüfung für jedes Gesetz anhand von Nachhaltigkeitsindikatoren parlamentarisch verankert werden.

 

Hier nochmal das Ganze auf einen Blick …

 

  Beitragsniveau stabilisieren Rentenniveau stabilisieren Renteneintritts-alter erhöhen Hinzuverdienstgrenze abschaffen
FDP Nein Nein Ja Ja
CDU Keine Info Nein Ja Bleibt bestehen, wird aber vereinfacht
Grüne Keine Info Ja Ja Bleibt bestehen, wird aber vereinfacht
SPD Ja Ja Nein Keine Info
Linke Ja Ja Nein Keine Info
AfD Keine Info Keine Info Nein Keine Info

 

 

FDP

Die FDP lehnt eine Rentengarantie ab. Die Höhe der Rente will sie anhand der durchschnittlichen Lebenserwartung der jeweiligen Generation berechnen. Daher kann sie sich über die Jahre verändern. Damit trägt jede Generation ihre eigenen Kosten und bürdet sie nicht den nachfolgenden Generationen auf. Um die soziale Absicherung auch im Rentenalter zu gewährleiten hält die FDP eine ergänzende Vorsorge, also private Altersvorsorge, für unverzichtbar.

Außerdem will sie ein politisch festgelegtes Renteneintrittsalter abschaffen. Man entscheidet also selbst, wann man in Rente geht. Je länger man arbeitet, desto mehr Rente erhält man. Voraussetzung für den früheren Renteneintritt ist nur, dass das Einkommen aus gesetzlicher Rente und sonstiger Altersvorsorge über dem Grundsicherungsniveau liegt – also das Existenzminimum abgesichert ist.

Zusätzlich will die FDP alle Hinzuverdienstgrenzen neben dem Rentenbezug abschaffen. Das heißt, ich erhalte meine vollen Rentenbezüge, auch wenn ich zusätzlich noch Einkommen aus einer anderen Tätigkeit habe.

Um Transparenz zu schaffen, will die FDP ein freiwilliges Vorsorgekonto einrichten. Dort kann jeder Bürger einsehen, wie seine finanzielle Situation im Alter aussehen würde. Dementsprechend kann dann jeder individuell entscheiden, wie lange er noch arbeiten muss. Wie viel er privat vorsorgen muss usw.

Zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel die „Mütterrente“ lehnt die FDP als Gefälligkeitsgeschenk ab, das zukünftige Generationen belastet.

 

Die Informationen stammen aus dem Beschluss des 68. Ord. Bundesparteitages vom 30.4.2017

https://www.fdp.de/sites/default/files/uploads/2017/05/29/20170523-schauen-wir-nicht-langer-zu.pdf

 

CDU/CSU

Die gesetzliche Rentenversicherung soll die tragende Säule des Rentensystems bleiben. Dies soll ermöglicht werden, indem das Renteneintrittsalter bis 2029 auf 67 Jahre angehoben wird. Mit der sogenannten Flexirente soll längeres Arbeiten und private Vorsorge belohnt werden. Der Übergang von Arbeit zum Ruhestand soll fließender und individueller gestaltet werden können. Die CDU hält weiterhin an einem gesetzlichen Renteneintrittsalter fest, will aber finanzielle Anreize setzen, länger zu arbeiten. Hierfür sollen auch die Hinzuverdienstregelungen bei vorgezogenen Altersrenten weiterentwickelt werden. Abgeschafft werden sollen die Hinzuverdienstgrenzen jedoch nicht.

Ähnlich wie die FDP setzt sich die CDU für eine Informationsplattform ein, auf der alle Ansprüche aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge sicher, einfach und übersichtlich zusammengefasst sind. Eventuell bestehende Versorgungslücken sollen so besser aufgedeckt werden. Versicherte können besser erkennen, ob sie ausreichend viel für ihre Altersvorsorge tun.

Erziehungsleistung will die CDU mit einem zusätzlichen Rentenpunkt in der Alterssicherung berücksichtigen.

Die Informationen stammen aus dem Regierungsprogramm 2013-20171 (ein aktuelles Programm gibt es im Moment noch nicht) und einer von der CDU herausgegebenen Publikation zum Thema Arbeitsmarkt und Rente vom 7.6.20172.

 

1https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/regierungsprogramm-2013-2017-langfassung-20130911.pdf?file=1&type=field_collection_item&id=631

2https://www.cducsu.de/sites/default/files/2017-06/CDU-CSU_FL_Arbeit-Soziales_web.pdf

 

SPD

Die SPD will erstens das Rentenniveau stabilisieren und zwar bei mindestens 48%, also dem heutigen Rentenniveau. Zweitens soll das Renteneintrittsalter nicht erhöht werden. Das Beitragsniveau soll stabil bei maximal 22% bleiben.

Finanziert werden soll das einerseits dadurch, dass mehr Menschen Beiträge zahlen. Diese Menschen sind

  • Selbständige, die noch nicht anders fürs Alter abgesichert sind.
  • Eltern, die durch noch bessere Kinderbetreuung mehr Möglichkeiten haben, zu arbeiten.
  • Einwanderer, die dank einer systematischen Einwanderungspolitik auch den Fachkräftemangel beheben.

Andererseits sollen die Löhne steigen. Die finanziellen Lücken, die trotzdem entstehen werden, werden durch Steuern finanziert. Das ist ein sogenannter steuerfinanzierter Demografiezuschuss.

Zusätzlich will die SPD die private und die betriebliche Altersvorsorge stärken.

 

Die Informationen stammen aus dem „Entwurf des Leitantrags der Programmkommission für das Regierungsprogramm 2017“ vom 15.05.2017 1 und dem Rentenkonzept von Martin Schulz und Andrea Nahles vom 7.6.2017 2.

 

1https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Beschluesse/Bundesparteitag/170515_Entwurf_WP_nach_PV.pdf

2https://www.spd.de/standpunkte/die-rente-verlaesslich-machen/

 

 

Die Grünen

Die Grünen fordern eine Stabilisierung des Rentenniveaus. Als wichtigste Säule der Altersvorsorge sehen die Grünen die gesetzliche Rentenversicherung.

Zur Finanzierung wollen sie eine Bürgerversicherung einführen. In diese Bürgerversicherung sollen alle Menschen, die in Deutschland leben, mit allen Einkommensarten solidarisch einzahlen. Demnach würden zum Beispiel auch Einkommen aus Kapitalerträgen in die Rentenkasse mit einbezahlt. Um die gesetzliche Rente finanziell breiter aufzustellen, sollen versicherungsfremde Leistungen aus Steuern bezahlt werden und die Beschäftigungsbedingungen gerade für Frauen so verbessert werden, dass sie öfter erwerbstätig sind.

Rentenniveau und Beitragssatz sollen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Was genau angemessen bedeutet, war allerdings nicht zu lesen.

Die grünen streben ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren an. Ähnlich der Flexirente der CDU, soll es Menschen erleichtert werden, selbst darüber zu entscheiden, wann sie in Rente gehen wollen. Einerseits fordern die Grünen die Möglichkeit einer Altersteilzeit, andererseits soll sich längeres Arbeiten auch finanziell lohnen. Hierzu sollen die Hinzuverdienstregeln erleichtert werden. Um vor Altersarmut zu schützen fordern sie allerdings auch die Einführung einer steuerfinanzierten Garantierente.

 

Die Informationen stammen aus dem Entwurf Wahlprogramm Die Grünen 2017 vom 8.3.2017

http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Gruener_Bundestagswahlprogrammentwurf_2017.pdf

 

Die Linke

Die Linke fordert eine Sicherung des Rentenniveaus bei 53%. Weiter fordert sie eine solidarische Mindestrente von 1.050 Euro für jeden. Ab 65 Jahren soll jeder Bürger abschlagsfrei in die Rente gehen können. Bei 40 Beitragsjahren schon mit 60 Jahren. Ähnlich der CDU und der SPD will auch die Linke an der Mütterrente festhalten, bzw. sie sogar noch ausbauen.

Finanziert werden soll all dies durch höhere Arbeitgeberbeiträge und höhere Löhne. Durch eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze sollen die Beiträge von Besserverdienenden steigen. Für alle Erwerbseinkommen sollen außerdem Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt werden. Auch Politikerinnen und Politiker, Selbstständige, Freiberuflerinnen und Freiberufler, Beamte und Beamtinnen und Manager und Managerinnen sollen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Das entspricht in etwa der von den Grünen geforderten Bürgerversicherung.

Insgesamt bedeutet das eine Abschaffung des Dreisäulenmodells von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge zu Gunsten einer alleinigen Stärkung der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Informationen stammen aus dem Rentenkonzept der Linken vom November 20151 und einer Pressemitteilung von Bernd Riexinger vom 7. Juni 20172.

 

1https://www.die-linke.de/themen/rente/

2https://www.die-linke.de/themen/rente/news/spd-springt-bei-rente-zu-kurz/

 

AfD

Die AfD möchte die beiden Säulen Betriebsrente und rein private Altersvorsorge gesetzgeberisch stärken. Auf Grund des demographischen Wandels hält sie jedoch eine stärkere Mitfinanzierung aus Steuermitteln für erforderlich. Somit sollen die Beiträge der arbeitenden Menschen in „erträglichen Grenzen“ gehalten werden. Bezieher von Altersrenten sollen ohne Einschränkung ihrer Rentenbezüge einer entgeltlichen Beschäftigung nachgehen können.

Bei einer Lebensarbeitszeit von bis zu 45 Jahren soll künftig der Rentenanspruch abschlagsfrei gegeben sein. Die Rentenansprüche von Geringverdienern sollen steuerlich finanziert aufgestockt werden.

Die AfD will außerdem dafür sorgen, dass durch Arbeitsleistung und andere anrechenbare Zeiten, zum Beispiel Erziehungszeiten, erworbene Rentenansprüche mit einem angemessenen Aufschlag zur Grundsicherung Berücksichtigung finden. So soll sichergestellt werden, dass Menschen, die zwar ihr Leben lang gearbeitet haben, aber nur ein geringes Einkommen hatten, mehr bekommen, als die Grundsicherung.

 

Die Informationen stammen aus dem Wahlprogramm vom 23.4.2017

Wahlprogramm

 

 

 

 

 

 

 

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3 comments

  • Hey ihr Beiden,

    stark und gut zusammengestellt.

    Viele Punkt treffen genau meinen Nerv, allerdings fehlt aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Aspekt auf den nur geringfügig eingegangen wird. Neben dem demographischen Wandel ist aus meiner Sicht das niedrige Lohnniveau einer immer größeren Einkommensgruppe von entscheidender Bedeutung. Vor einigen Jahre wurde von der großen Koalition unter großem Aufschrei des konservativen und liberalen Lagers der Mindestlohn eingeführt. Faktisch geht es Deutschland wirtschaftlich besser denn je und der Mindestlohn hatte zu keiner Zeit eine negative Einwirkung auf unsere wirtschaftlich Entwicklung. Nur leider geht der Kompromiss / Ansatz nicht weit genug und der Mindestlohn müsste auf ein wesentlich höheres Niveau angehoben werden, um langfristig einer sehr großen Gruppe unserer Gesellschaft wieder Ihre Kaufkraft zurückzugeben. Ein netter Nebeneffekt; mehr Geld in der Rentenkasse.

    Außerdem frage ich mich seit Langem warum ich als Gutverdiener über der Beitragsbemessungsgrenze eigentlich nur mehr Steuern zahle aber meine Rentenabgabe gleich bleibt. Ich möchte nicht, dass meine Beiträge sinken, aber dass sie im richtigen Topf landen! Allerdings möchte unser schwäbischer Finanzminister weiterhin an der schwarzen Null festhalten.

    So sehr ihr die Programme von CDU & FDP lobt, folgen sie doch immer dem gleichen Prinzip – Lobbypolitik (die SPD ist hierbei nicht besser). Warum zahlt beispielsweiße Simone (Ärzte, Anwälte, Architekten …) nicht in die gleiche Rentenkasse wie ich, aber die Mütterrente wird wiederum aus genau dieser Rentenkasse abgezweigt weil man Hr. Seehofer ein Geschenk machen musste. Warum sind die etablierte Parteien zu feige sich in einem gesunde Maße mit der Wirtschaft über genau solche Themen, d.h, Mindestlohn zu streiten? Liegt es etwa daran dass pro Bundestagsabgeordnetem 3-4 Lobbyisten in Berlin Zugang zum Parlament haben?

    Ich weiß meine Kommentare sind etwas polemisch, allerdings ist der Ansatz den ihr wählt aus meiner Sicht ein wenig zu einfach. Die AFD gehört aus meiner Sicht ebenfalls nicht in diese Aufstellung, nicht weil ich diese „Partei“ nicht ernst nehmen möchte, sondern weil sie faktisch keinerlei Antworten auf die wichtigen Fragestellungen unserer Gesellschaft bieten. Das war mir bereits vorher klar!

    Ich bin aktuell unterwegs und dacht ich schreibe kurz aus dem Zug, bitte entschuldigt folglich die etwas wirre Zusammenstellung, musst das aber einfach loswerden!

    Viele Grüße
    Frode

    • Hallo lieber Freddy,
      dass eine Erhöhung des Lohnniveaus auch einen Teil dazu beitragen würde, ist bestimmt richtig. Zum Thema Mindestlohn stimme ich Dir auch zu. Die bisherige Erfahrung ist positiv. Ich finds nur extrem schwierig, festzulegen, welches Lohnniveau passend wäre. Unbegrenzt hoch sollte es sicherlich auch nicht sein…zum Thema Löhne fällt mir noch eine weitere Sache ein, die sich viellicht erst mal ziemlich nach FDP anhört, aber eigentlich sehr soziale Auswirkungen hätte: Ich würde mir bei der Gestaltung der Löhne einen stärkeren Angebot-Nachfrage-Mechanismus wünschen. Die Jobs, bei denen im Moment Mangel an Fachkräften herrscht, sind allesammt auch nicht sehr gut bezahlt. Krankenpfleger, Erzieher, Handwerker … In Deutschland wird das Einkommen in erster Linie nach der Qualifikation bemessen und eben nicht am Angebot an Arbeitskräften. Zum Beispiel hab‘ ich eine Freundin, die Köchin ist. Das Restaurant in dem sie arbeitet, muss schließen, wenn sie krank ist oder im Urlaub, weil es dem Betreiber nicht gelingt, einen weiteren Koch aufzutreiben. So geht es unheimlich vielen Gaststätten. Die Freundin verdient knapp mehr als Mindestlohn und arbeitet ca. 60Stunden in der Woche. Sie hat Verantwortung und einen Job, der aufgrund ihrer Arbeitszeiten eigentlich nicht kompatibel mit einem normalen Sozialleben ist. Ein Mensch, der BWL studiert hat, verdient bei ähnlichen Arbeitszeiten und ähnlich langer Berufserfahrung wahrscheinlich das Doppelte. Obwohl es davon viel mehr gibt, also kein Mangel herrscht…Das finde ich, muss in die Lohndebatte unbedingt mit rein.
      Alle Rentenbeiträge in einen Topf – das wäre das Modell der Bürgerversicherung (Linke, Grüne, SPD). Ich finde, das das eigentlich eine gute Idee ist. Aber ich sehe es ein bisschen unabhängig davon, dass die nachfolgende Generation das heutige Rentenmodell nicht finanzieren können wird. Die Bügerversicherung ist aus Gerechtigkeitsgründen sinnvoll, löst aber aus meiner Sicht nicht den Kern des zukünftigen Rentenproblems.
      Lobbyismus: Ich stimme zu, mir fehlt bisher die zündende Idee zur Lösung des Problems…

      Zur AfD: Ich finde, es ist der falsche Weg, sich Scheuklappen aufzusetzen und sie zu irgnorieren. Eine ehrliche Auseinandersetzung halte ich für angemessener. Wenn dann, wie bei der Rentenpoliti herauskommt, dass sie nicht viel zu bieten haben, dann ist das so. Das aber von vorneherein festzulegen, nur weil ich das vielleicht gerne so hätte, finde ich falsch.
      Hast Du meinen Beitrag „Pluralismus Teil I:Die AfD“ gelesen? Mich interessiert Deine Meinung…

By Dag
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