KINDERKOMMAZUKUNFT Was tun für die Zukunft unserer Kinder ?!

Ein Geburtstagsbrief an meine Schwester. Oder: Vom täglichen Steinchen.

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Liebe Schwester,

Genau vor einem Jahr hatten wir diese glorreiche Idee einen Blog ins Leben zu rufen.
Ich sehe uns noch über die Felder wandern (Effi Briest kommt mir in den Sinn, es war verdammt nebelig) und darüber philosophieren was das eigentlich bedeutet und wie wir das angehen.

Wie weit wagen wir uns aus dem Fenster? Wollen wir polarisieren oder möglichst viele mitnehmen? Wie viel Identität geben wir preis? Von uns, von unseren Kindern? Wir gingen die Horrorszenarien durch. Kommen wir mit den auf uns einprasselnden Shitstorms zurecht? Was passiert, wenn ein „Hater“ heraus finden wo wir wohnen? Unsere Familien bedroht werden? Unsere Kinder für immer und ewig gebranntmarkt sind vom niemals vergessenden Internet?

Bis heute ereilte uns noch kein einziger Shitstorm. Und glücklicherweise auch noch keine Morddrohung. Im Gegenteil: Bis auf unsere mitleidige Mutter kommentiert keine Sau unseren Blog.

Macht uns das traurig? Nein. Wir haben so unfassbar viel gelernt. Das war ein Bildungsjahr für uns beide. Ein breites Spektrum gesellschaftspolitischer Themen. Differenzierte Meinungsbildung. Wir haben schon oft gesagt, so perfekt vorbereitet wie auf diese Wahl waren wir beide noch nie.

Dank zahlreicher YouTube Tutorials weiß ich jetzt wie man einen Blog erstellt. Ich bilde mir ein, ein echter Social Media Crack geworden zu sein. Ich übertreibe natürlich maßlos.

Ich übertreibe aber nicht wenn ich sage, Texte schreiben, Pointen und Kernaussagen treffen nach 14-jähriger Abstinenz (so lange ist das schon her mit unserer Schulzeit) ist harte Arbeit. Sich mal wieder allein über Schrift zu definieren, seinen eigenen Schreibstil zu finden und dazu Feedback zu bekommen – das ist sehr bereichernd.

Das Feedback bekommen wir im direkten Gespräch. Auch etwas das wir gelernt haben. Dass unsere Leser die Artikel nicht kommentieren, die Kommentarspalte außer Acht lassen, liegt in der Natur der Sache. Wir haben uns ja bewusst eine Zielgruppe ausgesucht, die sich nicht täglich im politischen Dialog befindet und die wir zum Nachdenken bzw. Andersdenken anregen wollen.

Im Durchschnitt sind es übrigens monatlich 200 Menschen, die unseren Blog besuchen. Glückwunsch, der meistgelesene Artikel geht an dich, Schwesterherz! 186 Menschen haben deinen Artikel zur Bildungspolitik gelesen. Der zweite Platz mit 172 Lesern geht an meinen Artikel über das Kinderkopftuch.

Wenn ich mir überlege, dass ich 172 Menschen dazu gebracht habe, mal 10 Minuten über das Kinderkopftuch nachzudenken, dann bin ich sehr stolz. Michael Jackson würde sich ins Fäustchen lachen, der hat knapp 70 Millionen Follower. Zur Erinnerung: Der ist auch noch tot, wir leben noch.

Ok, zugegebenermaßen backen wir noch ziemlich kleine Brötchen. Und es ist fraglich, ob sie jemals größer werden.

Dazu fallen mir auch Zeilen unseres gemeinsamen Lieblingsliedes aus Religionsunterrichtszeiten ein:

Ins Wasser fällt ein Stein
Und ist er noch so klein
er zieht doch weite Kreise

Ich summe es auch heute noch vor mich hin und schreibe dabei meine Artikel.

Hauptsache ab und zu ein Stein reinwerfen.
Ist er auch noch so klein, ne Welle gibt’s auf jeden Fall.

Liebe Schwester. Schön dass ich dich habe und wir uns gegenseitig anspornen, die Zukunft unserer Kinder aktiv mitzugestalten.

Happy Birthday!

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1 comment

  • Na gut, dann nehm ich diesen rührenden Artikel zum Anlass und hinterlasse jetzt und hier einen Kommentar: „Herzlichen Glückwunsch euch beiden. Ihr seid wirklich zwei bemerkenswerte Frauen. Das braucht die Welt und bitte mehr davon!“

By Jante
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