KINDERKOMMAZUKUNFT Was tun für die Zukunft unserer Kinder ?!

Feminismus ist jetzt wieder hip???

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Das hat mir meine Schwester erzählt. Und der hat es der Spiegel erzählt. Ausgabe 19/6.5.2017. Das interessierte mich. Ich denke nämlich seit einer Weile über so ein paar Feminismus Themen nach, allerdings hatte ich bisher nicht das Gefühl dass ich damit irgendwie angesagt oder hip sein könnte. Und ich lebe im hippen Berlin, ich glaube ich hätte das mitgekriegt.

Nun gut, ich also zum Späti um die Ecke, Spiegel kaufen, Artikel lesen, Artikel gelesen, verstanden: Es scheint viele Varianten des Feminismus zu geben, jeder hat so seine Eigene. Feuchtgebiete von Charlotte Roche ist eine, aber sicher nicht meine. Kann ich persönlich garnichts mit anfangen.

Wie meistens in der letzten Zeit, schöpfe ich meine Inspiration aus einem Buch das ich gelesen habe. Meine charismatische Chefin (Oberste Etage, 3 Kinder, Mitte 40) gab mir dieses Buch zu lesen. Es ist von Sheryl Sandberg, COO von Facebook, eine der erfolgreichsten Geschäftsfrauen von Amerika. Der Titel:

Lean In: Women, Work, and the Will to Lead

Es ist also klar um was es geht. Frauen und Karriere.

Und das hier ist Sandbergs Botschaft bzw. meine Interpretation daraus:  Frauen sind heute deutlich unterrepräsentiert in Führungspositionen im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Weltbevölkerung. Das ist schade, da es der Welt vielleicht gut tun würde mehr Frauen auf Entscheiderpositionen zu haben, sei es in der Wirtschaft oder der Politik oder sonst wo. Typisch weibliche Stärken sind u.a. ein ausgeprägter Gemeinschaftssinn, Kommunikations- und Motivationstalent, Emotionale Intelligenz, ihre Besonnenheit. Das würde dem ein oder anderen Unternehmen, dem ein oder anderen Staat doch wohl bekommen oder nicht? Und glaubt ihr nicht, auch die Welt ein Stück besser machen?

Wir haben heute schon Frauen auf hohen Positionen allerdings wage ich zu behaupten dass diese Frauen mehrheitlich dort sind weil sie eben eher klassisch männliche Eigenschaften wie ein ausgeprägtes Machtstreben und Profilierungswillen in sich tragen. Ich fände es toll wenn Frauen wie bspw. meine Schwester in der Politik mitmischen würden. Eine ganz normale Frau. Ich glaube sie wäre eine tolle Außenministerin. Intelligent, besonnen, uneigennützig, bescheiden. Natürlich wird sie es nie werden. So wie ich niemals Chefin von Facebook sein werde. Es mag zu guter Letzt an unseren mangelnden Kompetenzen scheitern aber in allererster Linie würde es daran scheitern, dass wir keinerlei Ambitionen dafür hegen. Wir haben 0,0 Bock drauf. 80 Stunden, Kinder nur am Wochenende sehen, sich den ganzen Tag mit lauter Gockeln zu umgeben die dir die Welt erklären müssen. Nein danke. Es gibt keine abstoßendere Vorstellung.

 Die Geschichte von Gockeln und Hennen

Wunderbar, damit hat man dann doch ein sehr schönes Argument nur die ersten Stufen auf der Karriereleiter zu nehmen um dort dann den Rest seines Lebens zu verharren und die Aussicht zu genießen. Wenn überhaupt. Im Gras ein paar Körner aufpicken, macht doch auch Spaß. Und ist viel stressfreier.

Aber was ist mit unserer Verantwortung gegenüber der Zukunft? Ist das nicht ein bisschen zu sehr an sich selbst gedacht, haben wir nicht die Pflicht gegenüber der Gesellschaft unsere Stärken bestmöglichst einzubringen??

Meine Schwester ist sicher eine tolle Lehrerin und jeder ihrer Schüler kann sich glücklich schätzen weil er von ihr profitiert (hat). Aber wie toll und wieviel effektvoller wäre es wenn nicht nur ein paar 100 Schüler von ihren Fähigkeiten profitieren könnten sondern ein ganzes Land und vielleicht andere Länder ebenfalls?

Bleiben die abstoßenden Arbeitsbedingungen und das Umfeld – und da gilt wirklich: No way!  Nein, nein, falsch, ein Grund zur Revolution! So wie es Generationen von Frauen vor uns getan haben, müssen wir hier vielleicht weitermachen. Die letzten 20 Jahre herrschte gesättigter Stillstand was den Kampf um Frauenrechte angeht. Das nächste Projekt könnte sein: Wie revolutionieren wir die Arbeitsbedingungen von Führungspositionen so das Meetings organisierter und kooperativer werden, dort weniger Kompetenzgerangel herrscht, der Job vereinbar mit Familie wird, attraktiv für Frauen wie dich und mich? Oder auch für Männer wie meinen Mann, der tolle Führungsqualitäten in sich trägt aber seine Zeit lieber seiner Familie widmet als dem täglichen Hahnenkampf.

Wäre es nicht schön wenn Beides gehen würde?

Da hätte ich ein paar Ideen: 40 Stunden Woche max., warum nicht den Job auf 2 Personen aufteilen, Bezahlung nach Leistung – sprich nach „Wer legt mehr Eier“ und nicht nach „Wer kann lauter und beeindruckender „Kikeriki“ machen“, flexible Kinderbetreuung am Arbeitsplatz mit gemeinsamen Mittagessen, Home office und Skype Meetings, Präsenzzeiten mit Bedacht… Habt ihr noch mehr Ideen?

Um das gleich mal noch zu betonen, ich bin gegen eine Frauenquote und auch gegen den Genderwahnsinn. Das habt ihr schon gemerkt weil ich nicht ständig ** überall hinsetze. Es ist gut dass es unterschiedliche Geschlechter mit unterschiedlichen Talenten und Vorlieben gibt. Und niemand sollte da in etwas hineingezwungen werden.

Ich muss auch nochmal betonen dass ich niemals die Männer aus den Meeting Räumen ganz rausschmeißen wollen würde . Um Himmels Willen, das wäre ein Fiasko. 50/50, das wäre perfekt.

Ich glaube einfach dass wir Frauen uns in den letzten Jahren ganz schön zufrieden gegeben haben mit dem was andere Frauen für uns erkämpft haben. Und wenn wir „führen“ dürften wie wir es können, wir es nämlich tagtäglich tun – in unseren Familien, unseren Vereinen und sozialen Projekten – dann glaube ich hätten auch mehr von uns Bock drauf.

Und hätten langfristig den netten Effekt einer besseren Welt für unsere Kinder. Ist doch was, oder?!

 

Das ist der Link zu Sheryl Sandbergs Buch: https://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID38960220.html?ProvID=11000522. 

Hier ein Auszug aus der Inhaltsangabe:

Thirty years after women became 50 percent of the college graduates in the United States, men still hold the vast majority of leadership positions in government and industry. This means that women’s voices are still not heard equally in the decisions that most affect our lives. In Lean In, Sheryl Sandberg examines why women’s progress in achieving leadership roles has stalled, explains the root causes, and offers compelling, commonsense solutions that can empower women to achieve their full potential.

Und hier abschließend noch ein weiterer interessanter Artikel zu diesem Thema: http://www.fuersie.de/psychologie/beruf/artikel/staerken-frauen

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2 comments

  • Die Schwester legt im übrigen Wert darauf, klar zu stellen, dass sie sich selbst absolut nicht als geeignete Außenministerin sieht!!

    • Bescheiden und uneigenützig, liebe Schwester. Wunderbare Eigenschaften einer potentiellen Außenministerin, findest du nicht?

By Jante
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