KINDERKOMMAZUKUNFT Was tun für die Zukunft unserer Kinder ?!

„Schulz spricht sich für eine europaweite Quote für Elektroautos aus!“

Das hört sich ja erst mal ganz nett an. Aber noch mehr hört es sich danach an, als ob etwas von Brüssel aus vorgegeben werden soll, was aus meiner Sicht nur in den einzelnen Mitgliedsländern festgelegt werden kann.

Ich kann mir schon vorstellen, was die Griechen dazu sagen würden, wenn ihnen plötzlich vorgeschrieben würde, dass sie ab jetzt Autos für mehrere Zehntausend Euro kaufen müssen. Im Moment ist mehr als jeder fünfte Grieche arbeitslos. Ich schätze, viele Griechen sind froh, wenn sie sich überhaupt ein Auto leisten können.

Auch die Situation in Deutschland und Frankreich ist nicht vergleichbar. Den Franzosen steht billiger Atomstrom zur Verfügung. Das macht die Sache einfacher. Wir steigen aus der Atomkraft aus. Im Moment gelingt es uns nicht einmal, den wegfallenden Atomstrom mit erneuerbaren Energien zu kompensieren. Der Atomstrom macht aber zur Zeit nur etwa 7 % des Gesamtenergieverbrauchs aus. Der Verkehr verbraucht in Deutschland aber knapp 30 % der Energie. Bisher wird diese Energie in erster Linie durch die Verbrennung von Diesel oder Benzin erzeugt.2 Wird jetzt auf Elektromobilität umgestellt, müssen die erneuerbaren Energien diese 30 % liefern. Wie das funktionieren kann, ist im Moment noch ziemlich unklar. Also auch zwischen Deutschland und Frankreich sind die Bedingungen sehr, sehr unterschiedlich.

Es ist mir also völlig schleierhaft, wie sich Herr Schulz eine zentral von der EU festgelegte Quote vorstellt!

1 http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/schulz-kontrollen-regelungen-diesel-autoindustrie (11. 08. 2017)

2 Energiegewinnung und Energieverbrauch. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (27. 2. 2017)

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By Dag
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