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Wie die Geier kreisen sie über der SPD – Wer macht das Rennen um die Gunst der enttäuschten Genossen?

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Während die SPD ums Überleben kämpft (heute werde ich etwas dramatischer in meiner Wortwahl), überlegen sich die linken Nachbarparteien, wie sie die enttäuschten SPD Anhänger für sich gewinnen können. Um damit Großes zu schaffen. Nämlich nichts weniger als den Traum zu verwirklichen, linke Positionen in der Bundesrepublik mehrheitsfähig zu machen und zukünftig nicht mehr als Juniorpartner herhalten zu müssen.

Kein Happy End für die SPD

Dieser Sonntag wird ein spannender Tag. Die SPD Basis stimmt darüber ab, ob die SPD in weitere Koalitionsverhandlungen eintreten soll oder nicht. Befürworter und Gegner liegen gleichauf. Wer denkt, das ist ein kleiner Streit unter Parteifreunden, der irrt. Es geht ums nackte Überleben. Für eine der beiden Seiten wird das morgen ganz bitter. #NoHappyEnd um es in den Worten von Social Media zu sagen.

Ordentlich Stimmung gegen eine Neuauflage der Großen Koalition macht der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert. Unter dem Hashtag #NoGroKo spricht er sich vehement gegen ein „Weiter so“ unter Angela Merkel aus. Was im September galt, gilt seiner Meinung nach auch heute noch: Die Große Koalition wurde abgewählt. Er fordert einen Erneuerungsprozess seiner Partei – und das ginge nur in der Rolle der Opposition. Da hat er wohl recht.

Dann gibt es die #GroKo-Befürworter, allen voran Martin Schulz, der noch vor wenigen Monaten genau die gleichen Argumente verwendete wie Kühnert. Schulz hat jetzt ein stärkeres Argument: Verantwortung zeigen für das Land und Parteiinteressen hinten anstellen. Das klingt erst mal edel. Ein weiteres durchaus schlagendes Argument: Stirbt die #GroKo, stirbt auch Martin Schulz. Sollten die Gegner gewinnen, wird er die längste Zeit SPD-Parteivorsitzender gewesen sein. Das ist wie beim Fußball, als Erstes wird der Trainer rausgeschmissen.

Der Countdown läuft also! Der Sonntag wird spannend und könnte im Übrigen sehr unterhaltsam sein. Phoenix überträgt das Spektakel von 10.45 bis 16.15 Uhr.

Die SPD ist in Seenot geraten. Die Meuterei steht bevor. Der Streit ist so gewaltig, dass man davon ausgehen kann, dass die Verliererseite sich lieber in die Fluten stürzt als auf dem sinkenden Schiff zu verbleiben. Die Entäuschten und Desillusionierten werden zu neuen Ufern aufbrechen. Und genau da werden die Grünen und Linken winkend parat stehen. Mit Teddybären und Schokolade.

Pläne werden geschmiedet.

Wie die Geier kreisen die Grünen und die Linken nämlich über dem Kampf in der SPD (Szenenwechsel: Vom aufgewühlten Ozean wechseln wir jetzt wieder in die Savanne zu den Geiern).

Der grüne Plan: Die grünen Geier wollen einen ihrer Flügel, genau genommen den linken Fundi-Flügel, rund um Anton Hofreiter, Simone Peters und Jürgen Trittin stutzen (dabei könnten sie dann auch mal die Haare von Herrn Hofreiter stutzen…Oh, das war fies…aber auch ein bisschen lustig). Robert Habeck, Umweltminister aus Schleswig-Holstein und Kandidat für den Parteivorsitz, will die Lücke im linksliberalen Spektrum der Parteienlandschaft schließen. Also genau die, die die SPD aufgerissen hat, indem sie in zwei Legislaturperioden großer Koalition an linkem Profil eingebüßt hat. Habeck spricht von einem neuen Konzept von gesellschaftlicher Gerechtigkeit und sieht darin das Potential von mindestens 13% in der nächsten Bundestagswahl. Er ist eher der bescheidene Typ, der Herr Habeck. Reden wir mal von 15-25%. Ich meine, ganz Berlin würde sich ohne mit der Wimper zu zucken dem linksliberalen Spektrum zuordnen und würde höchstwahrscheinlich auch genauso wählen.

Jetzt aber zum linken Plan: Bei den Linken lecken sich vor allem Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine die Finger nach den desillusionierten Sozialdemokraten. Und schmieden große Pläne.

Sahra Wagenknecht ist ihren Parteifreunden schon kurz nach den Wahlen ins Kreuz gefallen als sie eine neue Position in der Flüchtlingspolitik von ihrer Partei forderte. Der Ruf nach „offenen Grenzen für alle Menschen sofort“ sei wenig realitätstauglich, sagte Wagenknecht dem „Spiegel“ damals. So würden Ängste und Unsicherheitsgefühle befördert. Wagenknecht sieht in der Flüchtlingspolitik eine der Hauptursachen für die Wählerwanderung im Osten von links nach rechts.

Das Duo Wagenknecht / Lafontaine verfolgt die Idee einer komplett neuen Partei, die es enttäuschten SPD-Mitgliedern leichter machen würde, als wenn man ihnen nur zurufen würde: Kommt rüber in die Linke! Nicht nur den Sozialdemokraten wollen sie damit die Hand reichen. Die neue linke Volkspartei könnte auch ein Sammelbecken für enttäuschte Grüne und linke Promis sein. Till Schweiger wäre da wahrscheinlich der Prototyp.

Da ist also was im Gange. Und das kann man wirklich begrüßen. Meiner Meinung nach schadet beiden Parteien etwas mehr Realpolitik nicht und ich kenne viele Menschen in meinem Umfeld, die das ebenfalls sehr begrüßen würden. Wie gesagt, der gesamte Prenzlauer Berg steht womöglich zur Verfügung. Inklusive der hier lebenden Promis.

In meinem Statement zur Bundestagswahl habe ich das Wahlergebnis im September als positiv gewertet. „Es riecht nach Veränderung in der Luft. Das mag ich.“, waren meine Worte. Wenn ich das jetzt sehe, bin ich darin bestätigt. Zumindest auf der linken Seite tut sich etwas. Die rechte bzw. konservative Seite ist da leider etwas träger.

Es geht voran. Weiter so, Genossen und Genossinnen. Wohl auf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd.

 

Wer noch mehr zum Thema wissen möchte, kann hier noch weiterlesen:

http://www.ardmediathek.de/tv/Mittagsmagazin/Die-Gr%C3%BCnen-Eine-Partei-f%C3%BCr-Fundamental/Das-Erste/Video?bcastId=314636&documentId=49249768

https://www.cicero.de/index.php/innenpolitik/linke-volkspartei-sahras-und-oskars-stinkbombe

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sarah-wagenknecht-und-oskar-lafontaine-traeumen-von-einer-linken-volkspartei-15402345.html

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By Jante
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